Integration und Inklusion durch Sport

Herner Sportvereine, die sich für die Integration im und durch den Sport engagieren, haben die Möglichkeit, Stützpunktvereine zu werden und damit maßgeblich die Arbeit der Fachkraft vor Ort zu unterstützen. Mit der Ernennung zum Stützpunktverein ist eine 5-jährige Förderung verbunden.

Die inhaltliche Arbeit als Stützpunktverein ist als Entwicklungsprozess zu verstehen, an dessen Ende Integration als selbstverständliche Querschnittsaufgabe in den Regelbetrieb implementiert und interkulturelle Öffnung als fortlaufender Vereinsentwicklungsprozess angelegt ist. Im Verlauf dieses Entwicklungsprozesses zeichnet sich die Arbeit eines Stützpunktvereins durch nachstehende exemplarische Kriterien aus:
Ein nachhaltig agierender Stützpunktverein:
*Engagiert sich in besonderem Maße für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, geflüchteten Menschen und/oder sozial benachteiligten Menschen im und durch Sport, z.B. durch:
- eine aktiv aufsuchende Zielgruppenakquise; zielgruppenorientierte Angebote und Rahmenbedingungen (z.B. niederschwellige Angebote, ermäßigte Mitgliedsbeiträge, Öffnung bestehender Angebote); die Einbindung der Zielgruppe in Funktionsrollen (z.B. ÜL); über den Sport hinausgehende Unterstützungsleistungen und Angebote (z.B. Hausaufgabenhilfe, Sprachförderung, kulturelle Angebote, Behördengänge, Jobsuche).
*Versteht Integration nicht als Sonderaufgabe oder in sich geschlossenes Projekt, sondern hat Integration als Querschnittsaufgabe im Verein nachhaltig verankert, indem er z.B.:
- eine Willkommenskultur lebt, die von Offenheit und Akzeptanz geprägt ist; interkulturelle Öffnung als systematischen Bestandteil seiner Vereinsentwicklung versteht (z.B. Aufnahme in Satzung und/oder Leitbild, Integrationskonzept); Integration (auch) als gesellschaftspolitischen gemeinwohlorientierten Auftrag versteht; das Thema zu einer (Vorstands-)Funktion zuordnet (z.B. Integrationsbeauftragte/r);
*Fördert die interkulturelle Kompetenz seiner Mitarbeiter/-innen, freiwillig Engagierten und Mitglieder, z.B. über die:
- Teilnahme an der Fortbildung „Fit für die Vielfalt“; Teilnahme an Qualifizierungen des Projekts „Entschlossen Weltoffen“.
*Vernetzt sich im Sozialraum mit relevanten Partnern der Integrationsarbeit, z.B. mit:
- Kommunales Integrationszentrum, Integrationsrat, Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege, Bildungseinrichtungen, Politik/Verwaltung.
*Leistet eine aktive Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich seiner Integrationsarbeit, z.B. indem er:
- das Thema kontinuierlich vereinsintern zur Mitgliedschaft kommuniziert; das Thema kontinuierlich vereinsextern zu relevanten Partnern und zur Öffentlichkeit kom-muniziert.
Grundlegende formale Kriterien zur Anerkennung als Stützpunktverein:
- Die Gemeinnützigkeit des Vereins muss nachgewiesen sein.
- Die Mitgliedschaft des Vereins sowohl im Stadt- oder Kreissportbund (SSB/KSB) als auch einem Sportfachverband muss gegeben sein.
- Der Verein muss sich an der jährlichen Bestandsdatenerhebung des Landessportbund Nordrhein-Westfalen (LSB NRW) beteiligt haben.
- Der Verein verfügt über eine ordentliche Geschäftsführung und darf sich nicht in Insolvenz oder Liquidation befinden.

Der Antrag auf Stützpunktförderung wird jährlich beim zuständigen SSB/KSB gestellt und in Abstimmung mit der zuständigen Fachkraft IdS des SSB/KSB ein entsprechender Maßnahmen- und Finanzierungsplan erstellt. Dabei sind die Förderbedingungen des Bundesprogramms IdS entsprechend zu beachten.

 

Ihr Ansprechpartner:

Frank Stieglitz
Fachkraft Integration durch Sport

Tel: 02323 957098
E-Mail: frank.stieglitz(at)ssb-herne.de

 Downloads

Leistungsumfang:
Es besteht für Asylbewerber und Flüchtlinge Versicherungsschutz im Rahmen der Unfall-, Haftpflicht-und Rechtsschutzversicherung des Sportversicherungsvertrages. Im Bereich der Krankenversicherung gilt der Versicherungsschutz nur dann, wenn eine Vorleistung eines anderen Leistungsträgers (z.B. gesetzliche oder private Kranken- oder Unfallversicherungen, Beihilfeeinrichtungen, Träger der Sozialhilfe) erfolgt. Der Kostenersatz ist hierbei limitiert, weitere Erläuterungen entnehmen Sie dem Merkblatt „Kurzinformation zur Sportversicherung“. Der Versicherungsschutz umfasst alle Personen, die als aktiv Sporttreibende am Trainings- und/oder Wettkampfgeschehen teilnehmen. Auch Zuschauer und Begleiter (z.B. Eltern muslimischer Mädchen) sind durch den Sportversicherungsvertrag abgesichert, zum Versicherungsschutz gehört daneben auch die Teilnahme an geselligen oder sonstigen Veranstaltungen des Vereins. Der Versicherungsschutz  beginnt mit dem Betreten der Sportstätte und endet mit deren Verlassen, spätestens mit Beendigung der Veranstaltung. Mitversichert ist auch der direkte Rückweg von den Veranstaltungen zur Unterkunft.

NEU: den Umfang des Versicherungsschutz hat die Sporthilfe nun noch einmal erweitert:  Versichert sind zukünftig auch Personen bei der Ausübung gemeinnütziger Arbeit im Auftrag des Vereins (z.B. Pflege und Wartung des Vereinsgeländes/ der Vereinseinrichtung) und als Helfer bei Veranstaltungen.

Die aktuelle Flüchtlingssituation und die Integration der Flüchtlinge stellt eine außerordentliche Herausforderung für die gesamte Gesellschaft dar. Die Sportvereine wollen hierzu einen Beitrag leisten. In diesem Zusammenhang stellen sich für die Verantwortlichen in den Vereinen viele Fragen.

Eine Beantwortung der wichtigsten Fragen finden Sie hier!

 

Der Wegweiser gibt Hinweise und Praxistipps und stellt Menschen und Vereine vor, die ein klares Zeichen für gelebte Willkommenskultur, Solidarität und Hilfsbereitschaft setzen.

 

Angesichts der Aufgabe „Integration“ hat der LSB NRW Anfang 2016 das »Handlungskonzept "Von der Willkommenskultur zur Integration" -  für eine nachhaltige interkulturelle Öffnung des organisierten Sports in NRW“ beschlossen. Dieses ist zunächst auf 10 Jahre bis 2025 angelegt, umfasst vier zentrale Handlungsfelder.

 

Im Anhang finden Sie "News & Informationen" zu den Programmen "NRW bewegt seine Kinder und Jugendlichen" und "Integration durch Sport".

 

 

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Unsere Herner Sportvereine setzen ein klares Zeichen für eine gelebte Willkommenskultur, Solidarität und Hilfsbereitschaft und gegen Rechtsextremismus und Populismus. Der Vereinssport trägt entscheidend zur Förderung einer nachhaltigen Integration bei, denn er besitzt die besondere Kraft, Menschen durch Bewegung, Spiel und Spaß einfach und kulturübergreifend zusammenzubringen. Anfang 2016 hat der LSB das Handlungskonzept “Von der Willkommenskultur zur Integration” –  für eine nachhaltige interkulturelle Öffnung des organisierten Sports in NRW“ beschlossen. Seit dem 01.12.2016 wird dieses Handlungskonzept auch in Herne umgesetzt. Ein wesentlicher Bestandteil des Programms ist die Zusammenarbeit mit den Herner Stützpunktvereinen für Integration.
Viele Herner Sportvereine sind von Anfang an ehrenamtlich und mit viel Engagement dabei, vor Ort Integration zu leben. Spontan haben sie Spiel- und Sportangebote in Flüchtlingsunterkünften organisiert, nehmen die Menschen unbürokratisch in ihre Vereine und Angebote mit auf, sammeln Sportkleidung und Sportgeräte und unterstützen Flüchtlinge und Asylsuchende im Umgang mit Behörden. Im Rahmen dieses Programms finden Sie Unterstützung für die Umsetzung und Weiterentwicklung beim Stadtsportbund Herne.

Ihre Ansprechpartner

Frank Stieglitz
Fachkraft Integration durch Sport

Tel: 02323 957098
E-Mail: frank.stieglitz(at)ssb-herne.de

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